Vielen Dank allen Besuchern am 26.03. bei unserem "Heimspiel" der Autorengruppe Punktum, im Rathaus von Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Es war schön so viel Verzückung über meine Zeilen zu erfahren.
Beim Frühjahrsputz hatte ich diesen alten Text von 2008 ausgegraben, zum Themenbereich "Frühlingsgefühle". Es ist das längste, und auch letzte Gedicht, das ich gemacht habe (das Eine hat nichts mti dem Anderen zu tun).
Die mythologische Vorlage sollte erkennbar sein; die Sprache ist eher flapsig - aber ich denke, bei diesem Text muss das so sein ... Los geht's:
„Loretta auf dem Stein“
Es geschah vor gar nicht allzu langer Zeit,
da war sie wegen sagenhafter Schönheit,
bekannt im großen und ganzen Land,
die Loretta, in stets feinem Gewand.
Die Männer kamen von nah und von fern,
manch einen hatte sie auch gern,
doch auch der musste bald wieder gehen,
schnell konnte sie ihn nicht mehr ausstehen.
Viele junge Männer sind unterwegs zu ihr,
fürchten keinen Tod und Teufel, sind stark wie ein Stier,
und tagelang unterwegs zu ihr, auf dem großen Fluss,
ahnen nichts von dem Schicksal, das sie ereilen muss.
Denn noch sind sie jung und strotzen vor Kraft,
haben im Leben schon viel Schweres geschafft,
wenn sie jetzt die schönste Frau des Landes gewinnen,
wird endlich das große Leben für sie beginnen.
Sie thront hoch oben, auf ihrem kalten Felsen,
genießt den Anblick aus sich verrenkenden Hälsen,
und freut sich schon, ihr Spiel mit ihnen zu spielen,
ein gefährliches Spiel, dem Viele schon zum Opfer fielen.
Auf dem Strom kommt der Sigi um die Ecke,
er hat weder Furcht noch Tadel, ist ein echter Recke.
Doch noch ist er blind und hat keine Ahnung,
ignoriert den hohen Fels – er wäre die erste Warnung.
Noch thront sie hoch oben, kämmt ihr langes Haar,
und der tapfere Sigi, denkt sich: für wahr –
so eine Schönheit habe ich noch nie gesehen;
allein dafür lohnt es sich unterzugehen.
So beginnt er sein Buhlen, um ihre Gunst,
bringt ein Ständchen auf der Laute, noch den Regeln der Kunst,
springt in den Fluss, um gegen die kalten Fluten zu schwimmen,
geht an Land, beginnt den hohen Fels zu erklimmen.
Schon steht er vor ihr, möchte sie berühren,
doch sie lässt sich erst – zum essen ausführen.
Sigi muss Manieren und guten Stil beweisen,
in einem noblen Haus, bei feinen Speisen.
Denn dabei kann man sehr viel falsch machen,
die Kritik an ihm: findet er nicht zum lachen.
Loretta erweist sich als launische Zicke,
nörgelt und beschimpft ihn ziemlich dicke.
Wäre da nicht ihre bezaubernde Schönheit,
er wäre zu keinen weiteren Schritten bereit,
doch sie will ihm noch mal großherzig verzeihen,
er darf sich in die Schar ihrer Verehrer einreihen.
Er weiß nicht recht – soll er sich freuen?
Oder wird er diese Eroberung schon bald bereuen?
Doch erst muss er sich neu einkleiden,
Loretta ist mit Ansprüchen nicht gerade bescheiden.
Sie genießt es, ihn zu verändern und zu formen,
gefällt sich als schöne Rose mit vielen Dornen,
sie mag es, wenn sich alles nach ihren Wünschen gestaltet,
sich außer ihr kein anderer mehr entfaltet.
Der Sigi aber verkümmert immer mehr und leidet,
merkt wie sie sich an seiner Schwäche weidet,
und nach zwei Wochen endloser Diskussion,
überdenkt er seine neugewonnene Position.
Er hat die schönste Frau des Landes zur Seite,
doch sie ist eine zur Gewalt Bereite.
Über ihre ständig wechselnden Launen,
kommt er nicht mehr aus dem Staunen.
Er kann sich hier nicht weiter entfalten,
in dieser schlechten Stimmung, der eiskalten,
ihm fehlt nun alles, das ihm Freude schafft,
ihm zu Wachstum hilft – und zu neuer Kraft.
So denkt er sich, das wird ihm zu blöde,
immer der Dumme sein, ist ihm zu öde,
wenn das so weiterläuft, geht er vor die Hunde,
also tritt er zu ihr, in die letzte Runde.
Doch Loretta hat es längst schon gemerkt,
kommt ihm zuvor und hat ihren Tonfall verstärkt:
du bist zu mir nur böse und gemein,
mit dir kann ich nicht länger sein!
Erleichtert steigt er den Fels hinunter,
fühlt sich unten angekommen wieder munter,
betrachtet all die Boote, die hier strandeten,
Fußspuren, Pläne und Hoffnungen, die hier versandeten.
Albin ist der nächste, der sich zu ihr müht,
seine Ankunft kommt für sie verfrüht,
sie arbeitet noch an ihrer schönen Fassade,
doch er fährt ihr in die Parade.
Nach deinen Vorstellungen willst du alles gestalten,
beginnt er seine Rede ungehalten;
einem Schiffsfriedhof gleicht nun deine Welt,
in der es dir selbst nicht mehr gefällt.
Ich will nichts von dir, dafür bin ich zu alt,
zwar wirkst du schön, mit deiner Gestalt,
doch dein Herz gleicht einer Gefriertruhe,
du erschaffst dir keine Herrschaft, sondern Grabesruhe.
Du magst dich selbst jeden Tag weniger,
wirst nur eitler, leerer und spleeniger,
versteckst dich hinter Stoffen und Düften, edlen und süßen,
doch für deine Leere lässt du andere büßen.
Du suchst ständig nach neuen Feindbildern,
doch ein Sieg kann deine Not nicht lindern.
Das Spiel beginnt wieder von vorne,
brauchst neue Ziele für deinen Zorne.
Du solltest bei dir selbst beginnen,
ein gesundes Selbstgefühl zu gewinnen;
schließ erst mit dir selbst wieder Frieden,
dann ist dir auch mehr Freude im Leben beschieden.
Denn sieh hinab auf das Trümmerfeld,
über dem du thronst – es ist deine Welt,
du hast sie dir erschaffen, aus Arroganz und Eitelkeit,
doch wer ist in ihr zu leben bereit?
Weh mir!, klagt nun die schöne Frau,
nach dieser erkenntnisreichen Schau.
Mein Werk ist dieser Trümmerhaufen,
alle feschen Männer sind mir weggelaufen.
Die von mir begangenen Grausamkeiten,
lassen sich nicht mehr abstreiten,
die Folgen sind sichtbar, es ist zu spät,
mir hilft keine Kur mehr, und keine Diät.
Vom Felsen stürzt sich nun die Schöne,
die Sehnsucht vieler guter Leute Söhne,
Albins Einspruch bleibt ungehört,
was ihn sichtlich und nachhaltig verstört.
Zur Einsicht war Loretta nicht bereit,
daran hinderte sie ihre Eitelkeit.
Vernunft auf der Welt bleibt weiter unerreicht,
ihren leblosen Körper zu entsorgen – ist dagegen leicht.
Hier gibt es Reiseberichte, Prosa-Schnipsel und Nachberichte aus dem kulturellen Leben. Ich möchte Eindrücke und Inspirationen aus anderen Ländern vermitteln und Gedanken anregen. Austausch ist willkommen! Retro-Reiseberichte von Fahrten, die bemerkenswert waren und teilweise nicht mehr möglich sind (z.B. Osteuropa 1990er), runden den Blog ab. The Imagery on this Blog are not for free use. You have to ask me, if you want to use them. ALL RIGHTS RESERVED © Robert Königshausen
Donnerstag, 27. März 2014
Loretta auf dem Stein
Sonntag, 23. März 2014
Rezension: Clemens Meyer, Als wir träumten
Rezension: Clemens Meyer, "Als wir träumten"
Nein, es geht nicht um Traumdeutung, ist auch kein verklärter Rückblick. Leipzig, Wendezeit, Heranwachsende; Kleinkriminalität, Tekkno-Parties in einer alten Fabrik, Schlägereien. Man muss dieses Mileau nicht mögen, aber es erleichtert die Sache.
Es beginnt mit einem Rückblick auf die Schulzeit in der DDR. Dann folgen zahlreiche zeitliche Sprünge vor und zurück.
Doch jedes Kapitel -und das ist wirklich der Clou- erzählt eine in sich geschlossende Kurzgeschichte, einen Aspekt aus dieser Zeit. Man kann sie alleine lesen und stehen lassen. Doch alle diese Geschichten zusammen entwerfen ein großes, natürlich subjektives, Bild dieser Zeit. Werfen Fragen auf, lösen sie später. „Warum bist du nur so?“, die Frage der Mutter, ist roter Faden. Das „Warum“ wird aber nicht gelöst, nur gründlich beleuchtet.
Ob Abende im Keller einer dunklen, zerfallenden Wohngegend; ob nachmittags im Stadion, Spritztouren mit geknackten Autos, Ladendiebstahl ohne besonderen Grund, Selbstmitleid am Tresen - Meyer schildert gekonnt die jeweilige Stimmung. So auch die Resignation des Vaters ob der vielen Änderungen, was die Jungs natürlich noch nicht verstehen.
Plötzlich sind über 400 Seiten vorüber, lassen einen staunend zurück, in einem Kaleidoskop dieser Zeit und der Gefühlswelt junger Männer. Die Bilder hallen noch lange nach.
Allein die Erzählweise, geschlossene Geschichten zu einem Netz zu knüpfen, Antworten zu liefern, auf Fragen die erst später gestellt werden, ohne die drängendsten Fragen freilich zu lösen - eben wie im richtigen Leben - in den Raum zu stellen und umfassend zu beleuchten, allein diese aufwändige und genial gelöste Erzählweise, macht es zu meinem absoluten Lieblingsbuch.
Dass Leipzig meine Lieblingsstadt ist, und Einflüsse der Wendezeit bis heute nachwirken, dafür kann Clemens Meyer nichts.
Fischer Verlag
ISBN: 978-3596173051
Nein, es geht nicht um Traumdeutung, ist auch kein verklärter Rückblick. Leipzig, Wendezeit, Heranwachsende; Kleinkriminalität, Tekkno-Parties in einer alten Fabrik, Schlägereien. Man muss dieses Mileau nicht mögen, aber es erleichtert die Sache.
Es beginnt mit einem Rückblick auf die Schulzeit in der DDR. Dann folgen zahlreiche zeitliche Sprünge vor und zurück.
Doch jedes Kapitel -und das ist wirklich der Clou- erzählt eine in sich geschlossende Kurzgeschichte, einen Aspekt aus dieser Zeit. Man kann sie alleine lesen und stehen lassen. Doch alle diese Geschichten zusammen entwerfen ein großes, natürlich subjektives, Bild dieser Zeit. Werfen Fragen auf, lösen sie später. „Warum bist du nur so?“, die Frage der Mutter, ist roter Faden. Das „Warum“ wird aber nicht gelöst, nur gründlich beleuchtet.
Ob Abende im Keller einer dunklen, zerfallenden Wohngegend; ob nachmittags im Stadion, Spritztouren mit geknackten Autos, Ladendiebstahl ohne besonderen Grund, Selbstmitleid am Tresen - Meyer schildert gekonnt die jeweilige Stimmung. So auch die Resignation des Vaters ob der vielen Änderungen, was die Jungs natürlich noch nicht verstehen.
Plötzlich sind über 400 Seiten vorüber, lassen einen staunend zurück, in einem Kaleidoskop dieser Zeit und der Gefühlswelt junger Männer. Die Bilder hallen noch lange nach.
Allein die Erzählweise, geschlossene Geschichten zu einem Netz zu knüpfen, Antworten zu liefern, auf Fragen die erst später gestellt werden, ohne die drängendsten Fragen freilich zu lösen - eben wie im richtigen Leben - in den Raum zu stellen und umfassend zu beleuchten, allein diese aufwändige und genial gelöste Erzählweise, macht es zu meinem absoluten Lieblingsbuch.
Dass Leipzig meine Lieblingsstadt ist, und Einflüsse der Wendezeit bis heute nachwirken, dafür kann Clemens Meyer nichts.
Fischer Verlag
ISBN: 978-3596173051
Samstag, 22. Februar 2014
Rezension: Begräbnis auf dem Mond
Rezension
Harry M. Liedtke, „Begräbnis auf dem Mond“
Dort wo es menschelt
Wohl kaum ein Leser, der Figuren in Erzählungen nicht zum Selbstabgleich nutzt. Der stottert wie ich, der wird vom Pech verfolgt, die sucht sich immer die falschen Männer, und doch schaffen sie es bis zum Schluss ... so oder ähnlich wollen wir es lesen.
Doch was, wenn die Figuren so viel mit den Lesern gemein haben, mit all seinen Unzulänglichkeiten, dass man sich selbst fragt, wie man in der jeweiligen Geschichte handeln würde. Schmunzeln ist garantiert. Und das Tröstliche: so weit wie die Figuren würden wir nie gehen! Höchstens in Gedanken - und da holen sie einen ein, die Geschichten von Harry M. Liedtke.
Wer den Autor live erleben durfte weiß, dass es immer angenehm menschelt und vor Selbstironie sprüht. Und seien wir ehrlich: Genau das wollen wir doch hören.
Wer jetzt vor Scham versinkt und sich lieber gleich auf dem Mond begraben lassen möchte - sorry, auch diese Idee kam hier schon vor. Als Wermutstropfen bleibt lediglich der Wunsch nach mehr davon.
Edition Paashaas Verlag
ISBN 978-3942614320
Harry M. Liedtke, „Begräbnis auf dem Mond“
Dort wo es menschelt
Wohl kaum ein Leser, der Figuren in Erzählungen nicht zum Selbstabgleich nutzt. Der stottert wie ich, der wird vom Pech verfolgt, die sucht sich immer die falschen Männer, und doch schaffen sie es bis zum Schluss ... so oder ähnlich wollen wir es lesen.
Doch was, wenn die Figuren so viel mit den Lesern gemein haben, mit all seinen Unzulänglichkeiten, dass man sich selbst fragt, wie man in der jeweiligen Geschichte handeln würde. Schmunzeln ist garantiert. Und das Tröstliche: so weit wie die Figuren würden wir nie gehen! Höchstens in Gedanken - und da holen sie einen ein, die Geschichten von Harry M. Liedtke.
Wer den Autor live erleben durfte weiß, dass es immer angenehm menschelt und vor Selbstironie sprüht. Und seien wir ehrlich: Genau das wollen wir doch hören.
Wer jetzt vor Scham versinkt und sich lieber gleich auf dem Mond begraben lassen möchte - sorry, auch diese Idee kam hier schon vor. Als Wermutstropfen bleibt lediglich der Wunsch nach mehr davon.
Edition Paashaas Verlag
ISBN 978-3942614320
Sonntag, 26. Januar 2014
Durchgefroren
Ich liebe ja den Winter, wirklich! Doch eines Tages sprang mein Auto nicht mehr an, und ich musste auf den Mann vom Pannendienst warten. Lange warten. 2 Stunden, in der Kälte. Und das ging so:
Durchgefroren
Von allen Seiten kommt Kälte, ob ich gehe, atme oder stehe. Sie dringt mir in die Knochen, ich entkomme ihr nicht. Seit fast zwei Stunden warte ich auf den Mann vom Pannendienst. Im Fahrzeug ist es auch nicht besser, die Kälte kommt durch jede Ritze, hat den Wagen komplett durchgekühlt.
Nebel kommt übers Feld gekrochen, zieht langsam auf, schon hüllt er mich ein. Das Licht der Laternen zerfließt in ihm, dringt kaum noch bis zu mir. Seine eisigen Tropfen dringen mir durch die letzten Hüllen, lassen mich schlottern. Wo sind die verlassenen Bürogebäude? Stehe ich noch auf der Straße, oder trägt mich der Nebel fort?
Die Schwaden lassen mich aus. Scheinwerferlicht und Motorengeräusch kommen die Straße entlang, ich gehe darauf zu, doch der Wagen fährt vorbei. Ich habe genug vom warten, genug von kalter Nacht, genug von Pannen, genug, genug, genug! Doch das bringt mich auch nicht weiter, ich stehe immer noch hier.
Weißes Wabern in dunkler Nacht, Kälte die mir unter der Haut steckt, und ich warte, warte, warte. Gehe auf, und ab, und auf. Habe längst genug, und das hilft mir nicht. Gehe auf, und ab, ein Auto fährt vorbei, ich warte, warte, warte. Meine Laune weicht der Kälte, die mir weiter in die Glieder dringt.
Wieder kommt ein Auto, langsam, suchend. Ja, das ist er! Ich kann kaum noch reden, er ebenso, doch das ist auch nicht nötig. Ein kurzer Impuls in die kaputte Batterie lässt mein stählernes Gefährt starten. Ich fahre durch die finstere Winternacht, mit Hilfe dieses Funkens. Bleibe ich stehen, ist es vorbei. So fahre ich angespannt dahin, darf keinen Fehler begehen. Aus der Lüftung bläst mir der Frost entgegen, der mich längst schon im Griff hat.
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Durchgefroren
Von allen Seiten kommt Kälte, ob ich gehe, atme oder stehe. Sie dringt mir in die Knochen, ich entkomme ihr nicht. Seit fast zwei Stunden warte ich auf den Mann vom Pannendienst. Im Fahrzeug ist es auch nicht besser, die Kälte kommt durch jede Ritze, hat den Wagen komplett durchgekühlt.
Nebel kommt übers Feld gekrochen, zieht langsam auf, schon hüllt er mich ein. Das Licht der Laternen zerfließt in ihm, dringt kaum noch bis zu mir. Seine eisigen Tropfen dringen mir durch die letzten Hüllen, lassen mich schlottern. Wo sind die verlassenen Bürogebäude? Stehe ich noch auf der Straße, oder trägt mich der Nebel fort?
Die Schwaden lassen mich aus. Scheinwerferlicht und Motorengeräusch kommen die Straße entlang, ich gehe darauf zu, doch der Wagen fährt vorbei. Ich habe genug vom warten, genug von kalter Nacht, genug von Pannen, genug, genug, genug! Doch das bringt mich auch nicht weiter, ich stehe immer noch hier.
Weißes Wabern in dunkler Nacht, Kälte die mir unter der Haut steckt, und ich warte, warte, warte. Gehe auf, und ab, und auf. Habe längst genug, und das hilft mir nicht. Gehe auf, und ab, ein Auto fährt vorbei, ich warte, warte, warte. Meine Laune weicht der Kälte, die mir weiter in die Glieder dringt.
Wieder kommt ein Auto, langsam, suchend. Ja, das ist er! Ich kann kaum noch reden, er ebenso, doch das ist auch nicht nötig. Ein kurzer Impuls in die kaputte Batterie lässt mein stählernes Gefährt starten. Ich fahre durch die finstere Winternacht, mit Hilfe dieses Funkens. Bleibe ich stehen, ist es vorbei. So fahre ich angespannt dahin, darf keinen Fehler begehen. Aus der Lüftung bläst mir der Frost entgegen, der mich längst schon im Griff hat.
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Samstag, 18. Januar 2014
Rezension "Leise Gedanken"
Dirk Juschkat "Leise Gedanken"
Die Wortlaterne liest ja gerne - und das durch alle Genres und Epochen.
Diesmal möchte ich zeitgenössische Lyrik vorstellen, die mir gut gefällt:
Trittsicher und kurzweilig lenkt Juschkat den Blick abseits der breiten Wege, rückt Aspekte in den Mittelpunkt, an denen man sonst vorbei gehastet wäre. Doch es lohnt sich innezuhalten, und mit ihm zu schmunzeln, leiden, staunen oder amüsiert zu beobachten. Seine Sprache ist „einfach“ und verständlich, aber nicht banal. Nichts Verschwurbeltes oder Überladenes - wer etwas zu sagen hat, kann das auch leiser tun.
Es sind „nur“ kleine Momente, aber sie sind es, die den Blick schärfen und den Weg ebnen - wie das Cover es verspricht.
Ich nehme das Büchlein immer wieder gerne zur Hand.
Cenarius Verlag
ISBN: 978-3940680525
...............................................................................................................................
noch ein
Hinweis in eigener Sache:
auf meiner alten Seite stelle ich meinen eigenen eBooks vor, mit ein paar Zeilen zu deren Entstehung:
http://www.flosenart.de/wortlaterne/index.php?section=leseproben&projid=13
Dort findet man auch meine "Uralt-Sachen", also wie alles anfing ..... uijuijui :-)
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Die Wortlaterne liest ja gerne - und das durch alle Genres und Epochen.
Diesmal möchte ich zeitgenössische Lyrik vorstellen, die mir gut gefällt:
Trittsicher und kurzweilig lenkt Juschkat den Blick abseits der breiten Wege, rückt Aspekte in den Mittelpunkt, an denen man sonst vorbei gehastet wäre. Doch es lohnt sich innezuhalten, und mit ihm zu schmunzeln, leiden, staunen oder amüsiert zu beobachten. Seine Sprache ist „einfach“ und verständlich, aber nicht banal. Nichts Verschwurbeltes oder Überladenes - wer etwas zu sagen hat, kann das auch leiser tun.
Es sind „nur“ kleine Momente, aber sie sind es, die den Blick schärfen und den Weg ebnen - wie das Cover es verspricht.
Ich nehme das Büchlein immer wieder gerne zur Hand.
Cenarius Verlag
ISBN: 978-3940680525
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noch ein
Hinweis in eigener Sache:
auf meiner alten Seite stelle ich meinen eigenen eBooks vor, mit ein paar Zeilen zu deren Entstehung:
http://www.flosenart.de/wortlaterne/index.php?section=leseproben&projid=13
Dort findet man auch meine "Uralt-Sachen", also wie alles anfing ..... uijuijui :-)
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Samstag, 11. Januar 2014
Danke an die Leser
Ein großes und herzliches Dankeschön geht an alle Leser der Wortlaterne und meiner kleinen Werke!
Die Gratis-Aktion für "Geisterbräute Heute" brachte über 140 Leser, seitdem verkauft sich das eBook auch regulär, und das nicht schlecht, wie ich finde.
Vielen Dank!
Für Rückmeldungen jeder Art habe ich immer ein offenes Ohr. Als Kommentar zu diesem Artikel, als Rezension, per E-Mail, facebook, oder bei einem der nächsten Auftritte mit PUNKTUM.
Und was mache ich mit der ganzen Kohle?
Das ist eh nicht viel. Und das bisschen gebe ich vollständig für Kompensationsgüter aus, während ich an den nächsten Ideen kritzle ...
Die Gratis-Aktion für "Nächste Ausfahrt: Nebelende" brachte übrigens auch über 140 Leser. Ich hoffe, das Werk hat euch ein wenig Lesevergnügen bereitet.
Die Kurzromane habe ich übrigens im Preis gesenkt, auf das (neue) Minimum von 0,89 EUR.
Als kleines Dankeschön gibt es am Sonntag den 12.01.2014 "Rasthof des Jahres" gratis zum Download:
http://www.amazon.de/Rasthof-Jahres-Robert-K%C3%B6nigshausen-ebook/dp/B00F1F7QQA/ref=sr_1_4?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1389423538&sr=1-4
Viel Spaß mit der Lektüre!
...
Die Gratis-Aktion für "Geisterbräute Heute" brachte über 140 Leser, seitdem verkauft sich das eBook auch regulär, und das nicht schlecht, wie ich finde.
Vielen Dank!
Für Rückmeldungen jeder Art habe ich immer ein offenes Ohr. Als Kommentar zu diesem Artikel, als Rezension, per E-Mail, facebook, oder bei einem der nächsten Auftritte mit PUNKTUM.
Und was mache ich mit der ganzen Kohle?
Das ist eh nicht viel. Und das bisschen gebe ich vollständig für Kompensationsgüter aus, während ich an den nächsten Ideen kritzle ...
Die Gratis-Aktion für "Nächste Ausfahrt: Nebelende" brachte übrigens auch über 140 Leser. Ich hoffe, das Werk hat euch ein wenig Lesevergnügen bereitet.
Die Kurzromane habe ich übrigens im Preis gesenkt, auf das (neue) Minimum von 0,89 EUR.
Als kleines Dankeschön gibt es am Sonntag den 12.01.2014 "Rasthof des Jahres" gratis zum Download:
http://www.amazon.de/Rasthof-Jahres-Robert-K%C3%B6nigshausen-ebook/dp/B00F1F7QQA/ref=sr_1_4?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1389423538&sr=1-4
Viel Spaß mit der Lektüre!
...
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Neues,
Prosa
Montag, 30. Dezember 2013
Neues eBook: "Geisterbräute Heute"
"Geisterbräute Heute"
(Looser-Tales)
Oder: Das Grusel-Fusel-Album
ein eBook
von mir
Es begann mit einer Schnapsidee. „Grusel Fusel“ entstand
2005 im abgerockten Zimmer eines Pariser Backpacker-Hostels. 2006
fertiggestellt und an diverse Wettbewerbe verschickt, war es 2007 ein erster
Achtungserfolg, u.a. „Geschichte des Monats“ auf einem Fantasy-Portal.
2013 dann die nächste Schnapsidee: Ein kleiner Band mit Gruselgeschichten, die rund um die Welt spielen. Ein paar Freunde reisen herum, und in jeder Story bleibt einer auf der Strecke. Kommentar meiner Frau: „Einer verlobt sich jeweils“. Ja, genau!
Blieb mir nur, je 1 Geschichte zu verfassen, die thematisch an diesem roten Faden hängt, stilistisch aber eigenständig ist; sozusagen jede in einer eigenen Stimmung zu verfassen, damit sich nicht die immergleiche Leier wiederholt.
Unterstützt wurde ich von Ilse Bub, die das Lektorat übernahm, und den letzten Schliff herausholte. Vielen herzlichen Dank Ilse!
2013 dann die nächste Schnapsidee: Ein kleiner Band mit Gruselgeschichten, die rund um die Welt spielen. Ein paar Freunde reisen herum, und in jeder Story bleibt einer auf der Strecke. Kommentar meiner Frau: „Einer verlobt sich jeweils“. Ja, genau!
Blieb mir nur, je 1 Geschichte zu verfassen, die thematisch an diesem roten Faden hängt, stilistisch aber eigenständig ist; sozusagen jede in einer eigenen Stimmung zu verfassen, damit sich nicht die immergleiche Leier wiederholt.
Unterstützt wurde ich von Ilse Bub, die das Lektorat übernahm, und den letzten Schliff herausholte. Vielen herzlichen Dank Ilse!
Das Cover zeigt eine Zeichnung, genauer gesagt eine Skizze
aus dem Skizzenbuch der Gestalterin meines Vertrauens, und passt wie die Faust
ins … äh.
Zu welchem Genre gehört der Band jetzt? Grusel, Horror, Abenteuer, Liebe, Humor?
Ja, von allem etwas.
Ist das nicht doof, wenn man nicht weiß, in welche Schublade
man es packen soll?
Diplomatische Antwort: Einer der Vorteile in Bayern zu
wohnen ist, dass es so etwas eine anarchische Tradition gibt. Bislang bemerkbar
bei Musik und Filmen. Und überhaupt fing das Musikgenre „Independent“ auch
zwischen den Stühlen an.
In meiner Jugend sagte man mir bereits einen sehr trockenen Humor nach.
Und davon habe ich bei diesem Büchlein ungehemmt Gebrauch gemacht.
In meiner Jugend sagte man mir bereits einen sehr trockenen Humor nach.
Und davon habe ich bei diesem Büchlein ungehemmt Gebrauch gemacht.
……………………………………………………………………………………………………...
Klappe, jetzt:
Fünf
junge Männer, die noch bei Mama wohnen und keine Frau finden, fahren stets
gemeinsam in Urlaub. Ohne genauen Plan fahren sie los – Überraschungen sind
also vorprogrammiert.
Hält
die weite Welt Frauen für sie bereit, die ein ähnlich hoffnungsloser Fall sind?
Oder sind sie wirklich so negativ, wie es uns der Autor verkaufen möchte?
Verfolgen
Sie die Fünf auf ihren unglaublichen Reisen!
Ja,
es ist ein Buch mehr, das die Welt nicht braucht. Aber es ist kurzweilig. Und
wer weiß, vielleicht findet man ein Stück von sich selbst darin?
……………………………………………………………………………………………………………
Erhältlich ist das Büchlein hier:
Preislich kann man nicht viel sagen. 2,99 EUR, für etwa 70
bis 80 Buchseiten – das ist ein absolut fairer Deal.
Also: support your local Bücherschreiber!
………………………………………………………………………………..
Hier noch ein paar Fotos von den Schauplätzen einiger
Geschichten:
Bettyhill, Schottland:
Hier hatte ich tatsächlich gezeltet, mit Kumpels, das
einzige Mal auf dieser Tour. Eine schöne Nacht mit Vollmond … Das Zelt sieht
man schon „oben“, also nach der Flucht. Alles was da unten so braun und grün
ist, die ganze Ebene, soff damals ab – obwohl das Meer eine Meile weg ist. Aber
sonst ist es schön dort.
Aragón, Spanien:
Auf dem Weg nach Madrid sind wir neben der Autobahn
gefahren, auf der Landstraße, hoch auf eine Hochebene, mit Blick nach unten,
auf Schiene und Autobahn. Verlassene Hotels stehen einige dort oben.
Fushimi, Japan
Bei Kyoto. Der Inari-Schrein ist einer der größten und
beliebtesten Inari-Schreine in Japan. Verehrt werden Natur-Gottheiten. Zu deren
Ehre kann man einen Torii stiften, einen roten Torbogen. Teilweise stehen sie
so eng, dass ein Tunnel entsteht. Die Anlage ist aber sehr weitläufig.
.......................................
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